Zeig uns deine perfekte Straße: 20blue.arts eröffnet Gruppenausstellung »KOLLEktion No*1« und Weihnachtskunstmarkt »ALLES ORIGINAL.«
Leipzig, 23. Oktober 2026 – Die Leipziger Galerie 20blue.arts eröffnet am Freitag, 13. November 2026, um 19 Uhr die Gruppenausstellung »KOLLEktion No*1 – Thema: Straße«. Gezeigt werden Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation von Künstler*innen aus Leipzig, Dortmund, Göttingen, Kehl, Solingen und dem Erzgebirge, die eine Jury aus den Einreichungen zum Open Call »Zeig uns deine perfekte Straße« ausgewählt hat. Mit der Vernissage startet zugleich der Weihnachtskunstmarkt »ALLES ORIGINAL.«: Bis zum 23. Dezember verwandelt sich der Raum für Kunst und Gesellschaft in der Kolonnadenstraße in Ausstellung und Kunstmarkt zugleich – mit erweiterten Öffnungszeiten an fünf Tagen pro Woche.
Kuratiert wird die Ausstellung von Anja Mutschler, Gründerin von 20blue.arts. Gemeinsam mit Jerome Braun und Sven Pfefferkorn bildete sie die Jury des Open Calls.
Die KOLLEktionen von 20blue.arts zeigen Themen der Kolonnadenstraße. Für die Galeristin ist die »Kolle« die perfekte Straße – daher das Motto dieser ersten KOLLEktion, die, wie für 20blue.arts üblich, neue und wiederentdeckte Talente versammelt.
»Wir haben gefragt, was eine Straße perfekt macht, und sehr unterschiedliche Antworten bekommen: das Licht am Nachmittag, die Stille eines Feldwegs, die Erinnerung an das, was verloren ging, oder der Moment des Ankommens. Genau diese Vielfalt zeigen wir in der Kolle – und mit dem Weihnachtskunstmarkt laden wir alle ein, ein Stück davon mit nach Hause zu nehmen.«
Anja Mutschler, Kuratorin und Gründerin von 20blue.arts
Weiterlesen – zum Ausklappen:
Die perfekte Straße – ein Open Call aus der »Kolle«
Den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet der Ort selbst. 20blue.arts residiert seit Sommer 2026 in der Kolonnadenstraße im Leipziger Zentrum, von vielen nur »Kolle« genannt. Für das Team der Galerie ist sie längst die perfekte Straße der Stadt: ein Ort, an dem Kunst und Gesellschaft aufeinandertreffen. Im Spätsommer lud 20blue.arts deshalb Künstler*innen ein, ihre eigene perfekte Straße zu zeigen – eine Straße, in der sie wohnen, arbeiten, verweilen oder von der sie träumen. Was macht eine Straße perfekt? Die Architektur, das Licht am Nachmittag, die Menschen, die dort leben, der Lärm, die Stille, ein bestimmter Laden, ein Baum, eine Erinnerung?
Mit KOLLEktion No*1 beginnt eine neue, fortlaufende Ausstellungsreihe von 20blue.arts. Jede KOLLEktion versammelt künstlerische Perspektiven zu einem Thema, das aus der eigenen Verortung in der Kolonnadenstraße erwächst und von dort in andere Städte, Straßen und Blickwinkel ausstrahlt.
Die Arbeiten: vom Pariser Boulevard bis zum Waldweg
Einige Arbeiten nehmen die Kolonnadenstraße direkt in den Blick. Noah Rennebaum malt sie in zwei Ölbildern zu zwei Tageszeiten – um »16:45 Uhr« und um »00:04 Uhr« – und fragt, welche Spuren vergangener Zeiten im heutigen Straßenbild sichtbar bleiben. Das Künstler*innenpaar Micaela Pagener und Volkmar Petermann widmet dem Kolonnadenviertel die Installation »Verlust · Ankunft«: Pageners digitale Bildmontage »Verlust« erinnert an die ehemalige Ez-Chaim-Synagoge in unmittelbarer Nähe der Straße und an den Verlust jüdischen Lebens in Leipzig; über einen QR-Code ist eine historische Aufnahme des Kantors Nahum Wilkomirsky zu hören. Petermanns Linolschnitt »Ankunft« zeigt dagegen die beiden Künstler*innen bei ihrer Ankunft vor der Galerie.
Andere Positionen führen weit über Leipzig hinaus. Alexandra Lemburg zeigt mit »Rue du Faubourg Saint-Denis, Paris« eine Straßenszene in Öl und Aluminium, deren metallische Flächen je nach Licht und Standort die Betrachtenden selbst ins Bild holen. Leonard Bökkerink fügt in »Kampstraße U« Szenen rund um einen der zentralen U-Bahn-Knotenpunkte Dortmunds zu einem collageartigen Gesamtbild – »Eine Straße sind Menschen«. Ida Weidl widmet der »Werner Str.«, ihrem täglichen Heimweg, ein dreieinhalb Meter breites Acrylbild im Querformat zwischen Asphalt, Schlaglöchern und weiten Feldern.
Manche finden die perfekte Straße dort, wo sie kaum noch eine ist. Eva-Maria Overhage hat ihr Bild »Feldweg ohne Namen« ausschließlich mit den Händen gemalt – als Versuch, im Malen zur Ruhe zu kommen. Manoah Metzler aus dem Erzgebirge zeigt mit »Waldweg zur Talsperre« ein Bild aus seiner Mini-Serie »Waldwege« in leuchtendem Rot, Blau und Grün und stellt die Frage: »Stadtstraßen kann jeder. Warst du nachts im Wald?«
Auch Material und Medium erzählen von der Straße. Julia Sophie Frank, die auf ihren Wegen durch Leipzig immer wieder ausgesetzte Fundstücke entdeckt, baut ihre Skulptur »auf dem Boden bleiben« aus Gittersteinen und Acryl auf Leinwandkarton. Dominic Dives malt in »xerrox« auf einer Spiegelfläche, sodass der Blick aus dem Ausstellungsraum zurück auf die Straße fällt. Rainer Justen übersetzt seinen Blick von der Straße in Farbe: Seine Reihe »unterwegs« besteht aus Sofortbildern in Instax-Square-Kassetten, gerahmt in schwarzen Objektrahmen. Kat Blitz verbindet Straßenfotografie und Poesie: Ihr Zine »In meiner Straße« lässt sich zu einem Poster entfalten mit den Worten »Hier kann ich sein, auch wenn die Welt vergeht«.
Zero One alias Claude Shugani Bwendua, gebürtig aus Kinshasa und Leiter des Ateliers balabalakunst in Solingen, bringt Kunst dorthin, wo Gesellschaft stattfindet: auf die Straße. In der Ausstellung dokumentieren Fotografien seine skulpturalen Figuren LIMBONDO, SKYLLY und AGHY im öffentlichen Raum. Die Kostüme von SKYLLY und AGHY sind aus recycelten Plastiktüten gefertigt. Für ihn ist die perfekte Straße ein Ort der universellen Begegnung, der barrierefreien Kunst und ein sauberer, ökologisch bewusster Lebensraum.
ALLES ORIGINAL. Auch unterm Weihnachtsbaum.
Unter dem Motto »Finde dein Stück vom Glück« lädt 20blue.arts vom 13. November bis 23. Dezember zum Weihnachtskunstmarkt ein. Statt Massenware gibt es Originale: Kunst zum Verschenken – oder Selbstbehalten, von Künstler*innen aus dem Netzwerk der Galerie.
- Mini Art Works – kleine Arbeiten, exklusiv bei 20blue.arts, ab 15 Euro
- Crazy Mugs – handgefertigte Tassen, keine wie die andere, ab 50 Euro
- Open Edition – Originale, handsigniert, ab 80 Euro
- Signature Art Works – Originale, limitiert und handsigniert, ab 300 Euro
Dazu kommen Postkarten-Bundles, Kalender, Reprografien und Zine-Kunst – für kleine Aufmerksamkeiten, besondere Geschenke und die eigene Sammlung. Auch Arbeiten aus der Ausstellung KOLLEktion No*1 können erworben werden. Ein digitaler Werkkatalog folgt in Kürze.
Für die Adventszeit erweitert 20blue.arts seine Öffnungszeiten: Ab dem 13. November ist mittwochs von 17 bis 20 Uhr, donnerstags und freitags von 12 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet, vom 21. bis 23. Dezember täglich von 11 bis 19 Uhr. Am Freitag, 4. Dezember, lädt der First Friday, der Community-Abend von 20blue.arts, ein letztes Mal in diesem Jahr ein. Am 4. Advent, Sonntag, 20. Dezember, beschließt die Galerie das Jahr mit ihrem Weihnachtssalon bei Glühwein und Gebäck.
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